Deutscher Kleinkunstpreis. Bayerischer Kabarettpreis. Salzburger Stier. Prix Pantheon.

Die aktuellen Programme

CHAOS

Chaos regiert die Welt

Tobias Mann, Satiriker, Stand-Up-Kabarettist und leidenschaftlicher Musiker, widmet sich in seinem 6. Bühnen-programm einem echten Herzensthema: dem Chaos. Der temperamentvolle Profi-Chaot und Preisträger des Deutschen Kleinkunstpreises 2017 in der Sparte Kabarett nimmt sein Publikum mit auf eine Expedition in die Irrnis und macht dabei weder vor der großen Politik noch vor den nicht minder großen Wirrungen des Alltags halt.

Chaos regiert die Welt: Wären Planet Erde und der Mensch auf Facebook befreundet, ihr Beziehungsstatus stünde auf „Es ist kompliziert“. Einziger Unterschied - dort, wo zwischenmenschliche Beziehungen abkühlen, erwärmt es sich hier bedrohlich. Im Namen von Konsum und Kapitalismus wird alles an Bodenschätzen und Lebewesen ausgebeutet, was nicht bei Drei auf dem Baum ist. Und selbst das, was da oben hockt, holen findige Unternehmer noch runter, fällen den Baum und machen daraus pädagogisch wertvolles Holzspielzeug. So ein Zynismus setzt dem Fass ja wohl die Krone der Schöpfung auf! Und genau jetzt, zu einem Zeitpunkt, an dem die Erdbevölkerung angesichts dieser lebensraumbedrohenden Zustände zusammenrücken müsste, fällt die gesamte Menschheit zurück in die Steinzeit. Wenngleich zu vermuten ist, dass es damals im Pleistozän eine ganze Ecke gesitteter zuging als heute in den Online-Kommentarspalten der großen Nachrichtendinosaurier. Jeder gegen Jeden. Alle gegen Alle. Und auf jeden Fall „Ich zuerst!“ Mal ehrlich - bei dem Chaos klickt doch keiner mehr durch!

Aber steckt in all dem Gewusel nicht auch das Potential eines echten Neuanfangs? Muss es nicht erst mal schlimmer werden, damit es wieder besser wird? Und überhaupt: Wird Chaos nicht oft auch mit Veränderung verwechselt und umgekehrt? Jede Menge Chaos entsteht doch erst dadurch, dass Menschen versuchen, Chaos zu verhindern – eine Erfahrung, die vor allem Eltern jeden Tag aufs Neue machen. Sie müssen den Nachwuchs auf eine Welt vorbereiten, die sie selber nicht mehr verstehen. Ein via YouTube verbreiteter Influencer-Virus sorgt dafür, dass geschäftstüchtige Netz-Gesichter verwirrten Teenagern erklären, welche Turnschuhe es jetzt zu tragen gilt, um in dieser Gesellschaft überhaupt noch als Mensch wahrge-nommen zu werden. Doch selbst wenn man den Verlockungen des Materialismus entsagt und ein umweltfreundlicher Konsument sein will, verunsichert einen die Suche nach Nachhaltigkeit meist ziemlich nachhaltig. Schließlich wird bei vermeintlichen Bio-Produkten gelogen bis sich die regenwaldfreundlich geschlagenen Balken biegen.
Was aber hilft gegen derlei Ungemach? Auf jeden Fall Humor. Darum geht Tobias Mann in diesem Bühnenprogramm streng satirisch der Frage nach, wohin das mit uns Menschen noch führen soll. Er spinnt die Verrücktheiten unserer ach so zivilisierten Gesellschaft weiter und denkt sie konsequent satirisch zu Ende. Dabei ist er, wie er halt ist: durch und durch optimistisch und unerschütterlich positiv! Umarme das Chaos, sonst umarmt es Dich! Letztlich ist es doch so, wie der Chaostheoretiker aus „Jurassic Park“ weise festgestellt hat: Das Leben findet einen Weg!

JUBILÄUM

Das Beste aus 10 Jahren

Tobias Mann wird 10! Zumindest der Tobias Mann auf der Bühne. Und das muss natürlich gefeiert werden! Mit einem „Best Of“-Programm, das die feinsten Ingredienzien der Mannschen Satire-Confiserie zur Geltung bringt. 

Das Beste aus 10 Jahren Tobias Mann – das heißt die Sahnehäubchen, die Kirschen auf der Torte, die Crème de la Crème aus einem Jahrzehnt exquisiter komödiantischer Feinkost vereint zu einem erlesenen Gaumenschmaus. 

Doch zunächst einmal zurück zu den Anfängen: 

Wir schreiben das Jahr 2005 – das Jahr der großen Umwälzungen: Eine Frau wird Bundeskanzler, ein Deutscher Papst, Hartz IV tritt in Kraft, sein Erfinder zurück und statt Hammelfleisch gibt’s Gammelfleisch. 

Ein denkbar guter Nährboden für den jungen Tobias Mann, der eben in jenem Jahr 2005 Nägel mit Köpfen macht und sein Hobby zum Beruf: Auf der Bühne stehen – oder besser gesagt wie ein Derwisch über die Bühne zu fegen – und das Publikum an seinen Betrachtungen zum Sinn und Unsinn des Lebens virtuos teilhaben zu lassen. 

Es folgten vier Bühnenprogramme, ausgedehnte Touren durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, CD-, DVD- und Buch-Veröffentlichungen, zahlreiche Kabarettpreise, darunter der Deutsche Kleinkunstpreis, der Salzburger Stier und der Bayerische Kabarettpreis, sowie Radio- und Fernseh-Engagements wie aktuell die ZDF-Sendung „Mann, Sieber!". Die neue politische Late Night Show, die er gemeinsam mit Christoph Sieber moderiert, feiert am 15. September Premiere. 

Eine beachtliche Karriere, die bereits eine ganze Dekade währt. Gefeiert wird das Jubiläum mit einer Best Of-Bühnenshow aus Tobys vier Programmen „Man(n) sieht sich!“, „Man(n)tra – der Sinn des Lebens in zwei Stunden", „Durch den Wind. Und wieder zurück." und „Verrückt in die Zukunft“. Die Inhalte sind immer noch aktuell, immer noch brisant und vor allem immer noch witzig. Frisch aufpoliert und selbstverständlich mit neuen Nummern zum aktuellen Tagesgeschehen garniert, erwartet das Publikum eine Show mit dem Besten von früher, heute und morgen.

VERRÜCKT IN DIE ZUKUNFT

Nachhaltiger Humor und alternativloser Blödsinn 

Die globalen Ressourcen werden immer knapper! Dennoch weigert sich Tobias Mann auch in seinem neuen Programm standhaft dagegen, Energie zu sparen. Deutschlands wohl flinkster Komiker schickt sich wieder einmal an, die Grenzen zwischen Kabarett und Comedy genüsslich einzureißen. Im Schweinsgalopp und mit Gitarre, Klavier und Mundwerk im Anschlag rast er durch den Irrgarten unserer Informationsgesellschaft. Die Situation ist hoffnungslos, aber irre komisch: Wir ballern uns via WWW das Hirn mit dem Wissen der Welt voll und können uns anschließend die PIN Nummer der EC-Karte nicht mehr merken. Aber wozu auch? Um Geld abzuheben, das morgen schon nichts mehr wert ist? Doch wie kann man die Zukunft retten? 

Optimistische Eltern möchten ihren Nachwuchs mit Hilfe von pädagogisch wertvollem Spielzeug zu verantwortungsvollen Menschen erziehen und müssen schockiert erkennen, dass die lieben Kleinen das alte Holzgewehr von Opas Speicher offenbar doch viel faszinierender finden. Päpste sind mit ihrem Latein am Ende, Propheten fühlen sich missverstanden und selbst moderne Gurus wie Unternehmensberater und Work-Life-Balance-Trainer rufen ratlos aus: „Was ist los mit Gottes (Er- )schöpfung?“ Obendrein sitzt manch überforderter Politiker ohne es zu wissen im Glashaus und ist dann überrascht, wenn gläserne Bürger mit Steinen werfen. Kurzum: Der Untergang des Abendlandes ist beschlossene Sache – also widmet sich Toby der Apokalypse einfach mit extrem guter Laune und spitzbübischem Charme. Er lässt einen wahren Pointenhagel auf das Publikum niedergehen, wenn er von seiner Suche nach fair gehandelten Boxershorts berichtet, innenpolitische Lehren aus dem Alltag afrikanischer Erdmännchen zieht oder heitere Lieder über das Ende der Welt zum Besten gibt. 

Der diesjährige Gewinner des Salzburger Stiers (renommiertester Kleinkunstpreis im deutschen Sprachraum) und des Bayerischen Kabarettpreises bietet einen einmaligen „Furor aus Comedy, Kabarett und Unsinn“ (Bonner Rundschau). Nicht umsonst schreibt Der Westen „Man könnte Seiten füllen mit Lobeshymnen.“ Könnte man. Aber am besten schaut man sich diese „geniale Personifikation aus knallhartem Gesellschaftskritiker, Rächer der Politikverdrossenen und strahlendem Comedian“ (Passauer Neue Presse) mit seinem „atemberaubenden Hochgeschwindigkeits- kabarett“ (Memminger Zeitung) einfach selber an - demnächst auch in einem Theater in Ihrer Nähe.